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8 - Allwissende und treue Liebe |
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Unzählige Gründe und Umstände im Leben eines manchen Priesters machen sogar den Einklang mit den grundlegenden Verpflichtungen eines Menschen unmöglich. Auch im tiefsten Inneren eines Priesters können manchmal scheinbar unüberbrückbare Abgründe von Schwäche, Ängsten und Bedürfnissen, Spaltungen und Illusionen wohnen und arbeiten. Sogar die göttliche Gnade scheint ihrer Effizienz geraubt zu sein, bedingt durch Verletzungen oder chronischer Unreife.
Ihr ganzes Leben lang haben diese Menschen als Priester für ihre innere Disharmonie einen hohen Preis gezahlt. Fast immer löst ihr Verhalten Skandale aus und richtet zweifellos Schaden an. In Wahrheit handelt es sich um einen Ausdruck von unbewussten Dynamismen, von tyrannisierenden, sowie unwiderstehlichen Determinismen. Niemand kennt das Mysterium, das der Mensch ist. Wer will die Verantwortung übernehmen?
Ihnen gegenüber kann man Maßnahmen der Einschränkung ergreifen, fast in "Haft nehmen" Da sie aber leben, muss ihnen bis "zum Schluss" ein bewussteres Verständnis ihrer verarmten Menschlichkeit und viel treue und geduldige Liebe entgegengebracht werden. Es erscheinen neue beängstigende Formen der Krise im Presbyterium. Die Hilfestellungen entpuppen sich den Forderungen und Bedürfnissen gegenüber als unangemessen. Deshalb bitten wir, im Namen vieler Priester, die es zu verstehen und lieben gibt, mit viel Gebet und jeder Art von Nächstenliebe mitzuarbeiten.
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