15 - Der erste Schritt: um Verzeihung bitten PDF Print E-mail

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Wenn man einem Priester helfen will, der sich in Schwierigkeiten befindet, ist der erste Schritt im Geiste, im Herzen und mit Taten um Verzeihung zu bitten.
Einem sich in Schwierigkeiten befindenden Priester gegenüber hegen wir nicht immer evangelische und menschliche Gedanken und Verhalten. Dem Mysterium der Person und seiner Freiheit gegenüber, anstelle des Sinnes unserer Grenze, beweisen wir oft Desinteresse und Kälte, Urteil und Verurteilung, Ausgrenzung und Vergessenheit.

Anstatt an so großen inneren Schmerzen, wo sich das Gute und das Böse, das Leben und der Tod eines und vieler Menschen in Konflikt geraten, Teil zu haben, anstatt mit Mut ihre Last auf uns zu nehmen und mit ihnen gemeinsam in Richtung Liebe des Herrn zu gehen, bleiben wir gefesselt von der Angst und der Desorientierung bezüglich ihres Dramas und ihrer Schwäche: Wir bevorzugen den Skandal anzuprangern und uns als Verfechter der Rechte Gottes und der Kirche aufzuspielen, über ihrer Person und ihres Lebens stehend. Oft mit verbundenen Augen.

Es bedarf viel Mühe ihnen das Vertrauen und die Achtung zurückzuschenken, sobald ein Priester wieder entspannt sein Amt aufnimmt, während in uns für Jahre ein Verdacht, fast die Erwartung des Rückfalls bleibt! So viel Mühe um aufrichtig glücklich zu sein, dass ein Priesterbruder in seinem Laie-Sein den für ihn richtigen Weg gefunden hat!
Unsere Beziehung mit dem Menschen Priester, der in Schwierigkeiten ist, ist ein wahrer Test über unsere Auffassung von Gott dem Herrn, über unsere Reife im Glauben und der Hoffnung, über die Authentizität unserer brüderlichen Liebe, unserer Liebe zum Leben, unseres Respekts der Freiheit. Es ist ein gutes Arbeitsfeld, um unsere Fähigkeit der Vergebung zu entwickeln. Zu geben und vor allem zu bitten.
 
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