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7 - Er ruft jene zu sich, die er will |
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Es gibt viele Gründe an der Authentizität einiger priesterlichen Berufungen zu zweifeln. Die persönlichen Fehler, das wenig moralische Verhalten, die Skandale, die objektiven Bewertungen der Oberen würden einige denken lassen, dass manch einer nicht "berufen" war und deshalb auch nicht "geweiht" werden hätte dürfen. Es kommen die Sicherheiten hinzu, die der Priester selbst bezüglich seiner Nicht-Berufung und die Entscheidung der gesunden Psychologie, der vorsichtigen Moral, der Erfahrung verspürt.
Aber sind wir wirklich sicher, dass alle diese auch noch so objektiven Überlegungen ausreichen?
Der Ruf Gottes ist geheimnisvoll und der Himmel voll von Blinden, Tauben, Verkrüppelten und Sündern (Lk 14, 21).
Warum sollte der Himmel auf Erden, d. h. die Kirche, nur aus Helden und Heiligen bestehen?
Und wenn Gott der Kirche gerade diesen schwachen Menschen geschickt hätte, und ihr die Aufgabe zuteil kommen lässt, ihn aufzunehmen, ihn tief zu lieben und ihn, wenn möglich, zu heilen?
Jesus, der immer die Letzten und Schwachen liebte, sagt wiederum: "Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt … " (Joh 15, 16) Vielleicht ist das, was wir am meisten brauchen und auf das wir zielen müssen, die Fügsamkeit des einfachen Glaubens, die Fähigkeit mit Weisheit das Geheimnis Gottes zu verstehen, dass er jene zu sich ruft, die er aussucht und dass er jeden von uns sein Amt auf Probe verleiht, sodass wir "ihn bis ans Ende lieben".
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