13 - Im Herzen eines jeden Menschen PDF Print E-mail

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Ein Umstand, der entscheidend den Werdegang und die Beharrlichkeit des Priesters beeinflusst, ist die Erfahrung, oder besser die Idee, die er von Gott in sich trägt. Wenn diese Erfahrung “körperlos”, kalt und lieblos ist, so wird seine Religion abstrakter Deismus, Einsamkeit und Ritualismus ohne jegliche Freude.

In der weihnachtlichen Wirklichkeit eines armen Kindes, offenbart sich Gott einfach wie er ist: Anrufung der pochenden Liebe einer unendlichen Zärtlichkeit,   Mysterium der Freiheit und der Schwäche, sowie ewiger Wunsch nach Aufnahme.

An der Quelle unserer Spiritualität sitzt die Anwesenheit Gottes, der das Herz eines Kindes hat, verkörpert in einem jedem Menschen als stille Erwartung der Liebe.

Auch im Priester, der in Schwierigkeiten ist, ist Gott ein verschleierter Gott, und deshalb ein leidender Gott. Er ist verschleiert von den Schwächen der Kreatur. Er ist leidend im Potenzial des Lebens, welches von den Schwächen erdrückt wird. 

Die Priester wie Brüder zu lieben, bedeutet in ihnen tagtäglich  Gott zu erwecken, der sich in jeder wahren menschlichen Beziehung, der sich in jeder authentischen Geste der Aufnahme und des Respekts offenbart. Es bedeutet Gutes, d. h. die Befreiung und die Förderung des Menschen zu wollen, unentgeltlich, weder Erwartungen noch Fristen, weder Ansprüche noch Unterschiede zu stellen.

Eine Sicherheit unterstützt uns: Wenn im Priester der Mensch existiert, wird die Anwesenheit Gottes sichtbarer.

 
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