9 - Ist der Priester ein Mensch? PDF Print E-mail

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Fast alle Priester in Schwierigkeiten erkennen die tiefsten Wurzeln ihrer Krise darin, dass sie als "Person" nicht gewachsen sind.
Fast alle erkennen, dass sich in ihnen keine tiefe persönliche Ergänzung von Werten entwickelt hat. Sie fühlen sich wenig Mensch, wenig Christ. Sie beschreiben sich als "Menschen", die leiden, weil sie nie wirklich geboren wurden oder weil sie „innerlich“ zu gespalten sind.

Das Bild des Priesters nur als Gottesdiener, dessen Identität mehr im Himmel als auf Erden sei, ist einseitig und sehr stark im Widerspruch mit der Realität des Priesters, der doch immer ein Mensch ist.

Wenn du einem Priester nahe sein, ihn verstehen und ihm helfen willst, musst du die Realität akzeptieren: der Priester ist ein Mensch. 

Vom Priester, der sich in Schwierigkeiten befindet, müssen wir nicht ein Bild sehen oder eine Idee lieben, sondern eine ganz bestimmte Person mit ihrer konkreten Geschichte, die sich entwickelt.
Im Priester steht immer der leidende Mensch, der Hilfe sucht, im Vordergrund.
Die erste Dienstleistung, die wir anbieten, ist folgende: dem Priester zu helfen, zu sich selbst als Menschen, als Person zu finden. 

 
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